Dresden – Weitere Empfehlungen

Für die Erkundung „Dresden auf eigene Faust“ empfehlen wir:

In der Stadt der kurzen Wege sind die berühmten Sehenswürdigkeiten der Altstadt fußläufig erreichbar. Das Kongresszentrum liegt in Dresden so zentral wie in keiner anderen deutschen Großstadt. Von hier gerade mal 500 Meter bis zur Semperoper, dreißig Minuten mit der S-Bahn bis nach Meißen – mit seiner berühmten Porzellanmanufaktur –, knapp vierzig Minuten zu den bizarren Felsformationen der Sächsischen Schweiz.

Dresdner Zwinger

Einst war der Zwinger repräsentatives Freigelände für die Feste und Feierlichkeiten des europäischen Hochadels. Heute zählt er zu Dresdens beliebtesten Sehenswürdigkeiten und ist das Zuhause der „schönsten Frau der Welt“, Raffaels „Sixtinischer Madonna“.

Vorangetrieben durch August den Starken erschuf der Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann im frühen 18. Jahrhundert von 1709 bis 1728 das Gesamtkunstwerk Zwinger. Gottfried Semper schloss 1855 den Hof zum heutigen Theaterplatz hin ab. Kunstliebhaber finden im Zwinger heute die Gemäldegalerie Alte Meister, die Porzellansammlung und den Mathematisch-Physikalischen Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Im Sommer ist der Zwinger zudem ein beliebter Ort für Open-Air-Veranstaltungen.

Das Nymphenbad auf der linken Seite des Zwingers ist ein Brunnen mit von dem Bildhauer Balthasar Permoser erstellten Nymphenfiguren und Wasser speienden Delphinen. Das Areal gehört zu den schönsten Brunnenanlagen und Freiraumkompositionen die in der Barockzeit geschaffen wurden. www.der-dresdner-zwinger.de


Semperoper

Die Geschichte der Semperoper beginnt 1841 mit der Eröffnung des Opernhauses und der Aufführung von Carl Maria von Webers „Jubelouvertüre“. Die Tradition großartiger (Opern-) Aufführungen und die Darbietungen hochrangiger Ensembles und Musiker werden bis heute fortgeführt. Der ursprüngliche Bau des Architekten Gottfried Semper existiert heute nicht mehr: Musikbegeisterte aus aller Welt sind mittlerweile in der „dritten“ Semperoper zu Gast. Das erste von Semper entworfene Musiktheater wurde 1869 durch ein Feuer zerstört. Beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 ging das wiederaufgebaute Opernhaus ein weiteres Mal in Flammen auf. Seit 1985 „spielt die Musik“ wieder in der Semperoper.

Das Stammorchester, die Sächsische Staatskapelle Dresden, gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Ensembles der Welt. Komponisten und Dirigenten wie Heinrich Schütz, Carl Maria von Weber und Richard Wagner gehörten zu den Leitern der Staatskapelle. Seit 2012 wird das Orchester von Stardirigent Christian Thielemann geleitet. www.semperoper.de


Brühlsche Terrasse

Die Brühlsche Terrasse ist Teil der ehemaligen Festungsmauer der Stadt und wurde bis 1551 errichtet. Nach der völligen Zerstörung wurde sie nach dem zweiten Weltkrieg wieder detailgetreu nachgebaut und ist heute die wohl schönste Flaniermeile der Elbestadt, die ihre Bezeichnung als „Balkon Europas“ aus dem frühen 19. Jahrhundert völlig zu Recht trägt.

Das 500 m lange und bis zu 200 m breite Ensemble befindet sich am Elbufer auf den Resten der Festung Dresden mitten in der

historischen Innenstadt. Die Brühlsche Terrasse wird von historischen Gebäuden und Grünanlagen flankiert und ist zudem Standort zahlreicher Denkmale. www.dresden.de


Fürstenzug

Unter der Brühlschen Terrasse, in den riesigen Tonnengewölben der ehemaligen Festung Dresden, die man übrigens besichtigen kann, versuchte einst Johann Friedrich Böttger vergeblich, aus unedlen Metallen Gold zu schmelzen. Zum Glück für sein Leben und zur Freude August des Starken entdeckte er 1708 das Geheimnis der Porzellanherstellung, das 1710 zur Gründung der Manufaktur in Meißen führte.

In der Augustusstraße, an der Außenseite des Stallhofes befindet sich heute der berühmte, 102 Meter lange Fürstenzug – eine originelle Chronik des Hauses Wettin. Von 24.000 Meissner Porzellankacheln blicken 35 sächsische Herrscher würdevoll herab, darunter auch August der Starke. www.dresden.de


Katholische Hofkirche

Ein Nachkomme von August des Starken ist für den Kunstreichtum Dresdens ebenfalls von großer Bedeutung, sein Sohn der als Friedrich August II. in die sächsische und als August III. in die polnische Geschichte einging. Ihm verdanken die Dresdner die großartige Kathedrale 1738 bis 1755 vom jungen römischen Architekten Gaetano Chiaveri erbaut. Warum ein solcher katholischer Kirchenbau im protestantischen Sachsen errichtet wurde, hatte rein politische Gründe. August der Starke hatte die Konfession gewechselt um die polnische Königskrone zu erhalten. Der protestantischen Bevölkerung verordnete August aber keineswegs den Religionswechsel. Vielmehr ermunterte er sie, den Neubau ihrer Frauenkirche besonders prachtvoll und  – in Anlehnung an Santa Maria di Saluti in Venedig – mit einer Kuppel zu errichten. www.bistum-dresden-meissen.de/wir-sind/kathedrale


Deutsches Hygiene-Museum

Das Deutsche Hygiene-Museum, eins der meistbesuchten Museen in Dresden, wurde 1930 fertiggestellt und gilt heute als öffentliches Forum für Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Dauerausstellungen sind, „Abenteuer Mensch" und das Kinder-Museum „Unsere fünf Sinne", welche den Menschen, seinen Körper und seine Gesundheit in gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten thematisieren. www.dhmd.de


Kunsthofpassage

Die Kunsthofpassage in der Äußeren Neustadt ist eine Verbindung von Hinterhöfen zwischen Alaun- und Görlitzer Straße. Die Sanierung begann 1997 mit dem Hof der Fabelwesen, danach folgten der Hof der Elemente, der Metamorphosen, des Lichtes und der Hof der Tiere. Die bunten, künstlerischen Hinterhöfe bieten genügend Platz zum Wohnen, aber auch für Kleingewerbe, Handwerk und Gastronomie. www.kunsthof-dresden.de


Großer Garten

Der Große Garten gilt nicht nur als das „Grüne Herz Dresdens“, er ist auch ein faszinierendes Zeugnis historischer

Gartenarchitektur. Heute wachsen mehr als 18.000 Bäume in dem Areal.

Seit 1676 gab es Pläne zur Gestaltung eines Jagdgartens unweit der Dresdner Residenz. Ab 1683 war es dann Johann Friedrich Karcher, der die Gestaltung des Großen Gartens in kurfürstlichem Auftrag maßgeblich vorantrieb. Inspiriert von Besuchen in den Schlossgärten von Marly und Versailles ließ Karcher zahlreiche Elemente der französischen Gartenbaukunst in seine Pläne einfließen. Um ein von Landbaumeister Johann Georg Starcke geplantes Palais entstand ein Park mit rechtwinkligem Wegenetz, breiten Alleen, Palaisteich und Fasanengarten. Unter August dem Starken wurde das Gartenkunstwerk vollendet. Entlang der Alleen wurde 160 zeitgenössische Plastiken aufgestellt. Eine Sammlung antiker Skulpturen fand ihren Platz im Palais. Nun bot der Große Garten eine eindrucksvolle Kulisse für Maskenbälle, Feuerwerke, Fasanenjagden oder Ringrennen. In den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu Zerstörungen und Umgestaltungen der Gartenanlage. Nach der Schlacht um Dresden und dem Sieg über Napoleon 1813 öffnete der russische Generalgouverneur in Sachsen Nikolai Repnin-Wolkonski den Großen Garten dem gemeinen Volk. Seither finden nicht nur Dresdner im Großen Garten Ruhe und Erholung. www.grosser-garten-dresden.de


Schwebebahn Dresden / Standseilbahn Dresden

Seit 1895 führt die Dresdner Standseilbahn vom Ortsteil Loschwitz in das höher gelegene Villenviertel Weißer Hirsch.

Dieser Stadtteil war nach dem Bau eines Sanatoriums zum bekannten Kurort avanciert. Heute hat sich die Standseilbahn zu einer bedeutenden touristischen Attraktion in Dresden etabliert. Schon die Bahn selbst, die seit 1984 unter Denkmalschutz steht, ist einen Blick wert. Die landschaftlich reizvolle Umgebung macht die Fahrt mit der Standseilbahn zu einem besonderen Erlebnis. Während der Auffahrt schlängelt sich die Bahn durch eine malerische Natur, zwei kurze Tunnelstrecken und über ein 102 Meter langes Brückenviadukt. Die zwei Wagen sind durch ein Zugseil miteinander verbunden und werden von einer stationären Fördermaschine angetrieben.

Sechs Jahre nach Inbetriebnahme der benachbarten Standseilbahn nahm die Dresdner Schwebebahn im Jahr 1901 den Betrieb auf und verbindet seitdem den Stadtteil Loschwitz mit den Höhenlagen von Oberloschwitz. Die Schwebebahn selbst ist ein beispielhaftes Werk deutscher Konstruktionskunst. Als älteste und bis heute in ihrer Bauart einzige Bergschwebebahn trotzte sie der Zeit und überstand die Höhen und Tiefen der Geschichte. Dabei waren über die Zeit hinweg nur kleinere technische Anpassungen nötig. Seit 1975 steht die Schwebebahn unter Denkmalschutz. www.dvb.de


Schloss Albrechtsberg/Lingnerschloss/Schloss Eckberg

Nur ca. 3 km vom Stadtzentrum entfernt liegen auf der rechten Elbseite zwischen der Waldschlösschenbrücke und dem „Blauen Wunder“ die drei Elbschlösser. Malerisch in die Flusshänge gebettet, reihen sich dort das Schloss Albrechtsberg und das Lingenerschloss – beide von Prinz Albrecht von Preußen errichtet – sowie das Schloss Eckberg mit ihren großzügigen Parkanlagen aneinander. Die auch Albrechtsschlösser genannten Bauwerke gehören seit Mitte des 19. Jahrhunderts mit ihren Sandsteinfassaden fest zum Dresdner Stadtbild und bieten einen faszinierenden Blick auf die Landeshauptstadt und ihre landschaftlich reizvolle Umgebung.

www.schloss-albrechtsberg.de | www.lingnerschloss.de | www.schloss-eckberg.de


Schloss & Park Pillnitz

Ein weiteres Kleinod ist das Schloss Pillnitz, etwa sieben Kilometer vom Stadtzentrum elbaufwärts gelegen. Ein „indianisches“ – also exotisches – Schloss an der Elbe wünschte sich August der Starke. Und so ließ er nach Plänen Matthäus Daniel Pöppelmanns an der Stelle eines alten Rittergutes ab 1720 die barocke Schlossanlage Pillnitz mit vielen Elementen ostasiatischer und orientalischer Architektur anlegen. Zehn Jahre später waren das Wasserpalais an der Elbe und das hangseitige Bergpalais samt Lust- und Schlossgarten fertiggestellt. Vom Wasserpalais führte eine breite Freitreppe zur Elbe hinab, sodass die herrschaftlichen Gondeln direkt am Schloss anlegen konnten. Augusts Urenkel, Kurfürst

Friedrich August III., nutzte Pillnitz häufig als Sommerresidenz. Dafür wurden die Schlossbauten und die Gärten baulich

erweitert. Es entstanden der Englische und der Chinesische Pavillon sowie nach einem Brand im Jahr 1818 das Neue Palais. Dabei griff Baumeister Christian Friedrich Schuricht die barocken Formen der älteren Gebäude auf und verband sie meisterhaft mit moderneren Stilrichtungen. www.schlosspillnitz.de


Weiße Flotte – Dampfschifffahrt

Dresden ist Heimat für die älteste Raddampferflotte der Welt. Die Geschichte der Sächsischen Dampfschifffahrtsgesellschaft geht auf das Jahr 1836 zurück. Die älteste Schiffsdampfmaschine der Welt aus dem Jahr 1841 ist noch immer im Einsatz. In dem von Denkmälern der lndustriekultur reich gesegneten Dresden, gehört sie zu den prominentesten Beispielen von Techniktradition. Heute fahren sowohl historische Raddampfer als auch moderne Motorschiffe von Dresden aus durch das Elbtal. www.saechsische-dampfschiffahrt.de


Dresdner Revolutionsweg

Der Dresdner Revolutionsweg verbindet siebzehn Orte der Landeshauptstadt die bei der Friedlichen Revolution 1989 eine wichtige Rollen spielten. Auf dem Gedenkweg liegen Kirchen und andere Gebäude, die durch Erinnerungstafeln markiert sind, beispielsweise die Hofkirche, das Neue Rathaus, die Christuskirche in Strehlen und das Zeitungsverlagsgebäude „Die Union“ an der Hauptstraße. www.dresden.de/revolution

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